Vorbereitungsphase:

30.04.-02.05. Globetrottertreffen in Rimbach

Die Vorfreude auf das Treffen war groß, obwohl Gabi arbeiten musste. Ein Diavortrag über Patagonien von mir im Freien, 2 lange Nächte am Lagerfeuer mit brennendem Schuh und ein freudiges Wiedersehen mit Rolf Johanneßon waren der Höhepunkt. Mir war noch gar nicht richtig bewusst, was bald bevorstand.


02.05. Kommunion Marco Schlereth

Vom Treffen direkt zur Kommunionfeier von Gabis Neffen. Dort komme ich gerade noch pünktlich zum Mittagessen.


04.05. Beantragung Carnet de Passages, der Kfz-Versicherung für Südamerika, sowie der Autoverschiffung

Irgendwann muss ja mal was Entscheidendes passieren. Das Carnet bekomme ich als ADAC-Mitglied günstiger, muss aber 1500 Euro Kaution hinterlegen. Die Kfz-Versicherung für Südamerika schließe ich bei Nowak ab, auf anraten des ADAC und anderen Reisenden im Internet. Bei der Autoverschiffung entscheide ich mich für Woick, da ich dort die besten Auskünfte bekommen hatte und es trotzdem kaum teurer ist, als die von allen so hoch gelobte Grimaldi.


05.05.-08.05. Katalogverteilung Nr. 7

Eine Katalogverteilung bedeutet immer erheblich mehr zusätzliche Arbeit, obwohl ich ein paar Helfer habe.


11.05. Gelbfieberimpfung in Bad Kissingen

Nach guter Beratung und einem neu ausgefüllten Impfpass bekommen wir unsere 2. Gelbfieberimpfung in unserem Leben für 25 Euro, etwas verbilligt.


05.05.-08.05. Katalogverteilung Nr. 7

Eine Katalogverteilung bedeutet immer erheblich mehr zusätzliche Arbeit, obwohl ich ein paar Helfer habe.


12.05. Toyota zum Entrosten zu Hans Wahl nach Schlitz/Hemmen gebracht

Unser HJ 61 hat über den Winter Rost angesetzt. Bevor größerer Schaden entsteht fahren wir ihn zu Hans Wahl, dem Vater von Uli Wahl in die Werkstatt und lassen ihn entrosten


05.05.-08.05. Katalogverteilung Nr. 7

Eine Katalogverteilung bedeutet immer erheblich mehr zusätzliche Arbeit, obwohl ich ein paar Helfer habe.


13.05. Mastercard Gold bestellt

Für die Eurocard eine Eurocard Gold bestellt, weil man mit dieser Karte mit Lebenspartner für 2 Monate auslandskrankenversichert ist und ein paar andere Vorteile hat


13.05. Flüge nach Buenos Aires über DER-Bamberg reserviert

Die Flüge werden von mir auf Mitte August reserviert. Jetzt brauchen wir nur ein Schiff, das in etwa zur gleichen Zeit dort ankommt. Woick hat 2 Schiffe zur Auswahl, eines kommt am 07.08. in Buenos Aires an, das Andere am 14.08. Wir entscheiden uns für letzteres um ein bisschen mehr Zeit zu gewinnen. Die Flüge werden später auf 16.08. zum Hin- und 14.02. zum Rückflug fest gebucht.


15.05. Reisepass Rudi bei Einreise Venezuela nicht mehr 6 Monate gültig

Irgendwo lese ich, dass man die Einreise nach Venezuela nur dann genehmigt bekommt, wenn der Reisepass bei Ausreise noch 6 Monate gültig ist. Das trifft natürlich bei meinem Pass nicht mehr zu. Man hat aus diesem Grund schon Travellern die Einreise nach Venezuela verweigert. Wäre in unserem Fall natürlich der Hammer, wenn wir es geschafft hätten die Transamazonica zu bezwingen, um dann aufgrund meines Passes nicht ins Land gelassen zu werden.


16.05. Beantragung eines neuen zweiten Reisepasses für Rudi

Zum Glück ist das Passamt in Bad Kissingen sehr aufgeschlossen und genehmigt mir einen 3. Reisepass, wenn ich beim Erhalt den noch gültigen 2. Reisepass entwerten lasse.


17.05. Besuch aus London

Gute Freunde aus England tauchen auf und laden uns zum Essen beim Griechen in Münnerstadt ein. Ein schöner und lustiger Abend mit voll gefressenem Wanst ist das Resultat.


19.05. Toyota bei Uli Wahl entrostet abgeholt

Wir fahren mit unserem Suzuki Alto nach Schlitz/Hemmen, voll gestopft mit allen möglichen Campingsachen, vergessen aber unsere Schlafsäcke. Uli Wahl, Gunter Guth und andere erwarten uns auf Ulis Balkon zum Grillabend, der um 3 Uhr endet. Der Toyota ist fertig und sieht eigentlich zu gut aus für die große Reise. Unsere Biervorräte für das Wochenende in Bornich werden heute schon aufgebraucht. Ein schöner Abend endet auf der Couch in Uli Wahl´s Museum. Ein ausgedehntes Frühstück in der Morgensonne folgt. Auf dem Weg nach Bornich besuchen wir Conrad Coester in Neuhof.


20.05.-23.05. Globetrottertreffen in Bornich

Das Treffen ist wesentlich größer als im Jahr zuvor. Donnerstag halte ich einen Diavortrag über äthiopien. Es wird 5 Uhr früh, Freitag sogar 7 Uhr, Samstag bin ich um 2 Uhr platt. Bei -2°C ist die Nacht ohne Schlafsack kein Vergnügen, da war es die Tage zuvor am Lagerfeuer angenehmer. Wir lernen neue Reisende kennen und machen eine tolle Wanderung mit Holger, Silke und Marlon Graf, sowie Ramona Guth in den Rheingraben.


27.05.-31.05. Globetrottertreffen in Nickersfelden

Mein eigenes Treffen bedeutet natürlich mehr Zeitaufwand für mich. Am 26.05. meldet sich Werner Zachmann, das er schon in Nickersfelden ist. Am 27.05. holen wir Holz fürs Lagerfeuer und bauen das Zelt auf. Am 28.05. ist der Hauptanreisetag. Mainpost, Saalezeitung und Bayrischer Rundfunk haben sich angekündigt. Interviews wurden dann am Samstagnachmittag gemacht. Eine Oldtimer-Rallye fuhr mehr zufällig an unserem Gelände vorbei. Siggi Burk, von Allrad-Keba nahm unseren Toyota direkt vom Treffen in seinem Sattelschlepper mit zu sich in die Werkstatt. Neben der Montage eines Schnorchels waren noch andere Umbauten für die Reise geplant. Dieser Samstag war der härteste, so kam ich gerade mal zu einer halben Stunde Schlaf am Lagerfeuer. Der Sonntag brachte nur ein Highlight, nämlich das Ausstrahlen der Reportage über das Treffen in der Weltweitshow von Bayern 3. Hatte das Wetter bis jetzt gehalten, so verabschiedete es uns am Montagmorgen beim Zeltaufbau mit heftigen Regenschauern. Zu fünft fahren wir anschließend zum Kreuzberg, Essen und gehen wandern.


02.06.-05.06. Katalogverteilung Nr. 8

Die Katalogverteilungen wurden langsam lästig, jedoch konnten wir natürlich das Geld so kurz vor Abreise gut gebrauchen.


03.06.-05.06. Reparaturen bei Allrad Keba in Brackenheim

Mit dem Zug fahre ich nach Heilbronn, wo mich Siggi Burk am Bahnhof abholt. Der Schnorchel ist montiert, es folgen diverse Verbesserungen und eine Entrostung des Unterbodens und der Plattfedern, sowie ein Austausch des Simmerings im hinteren Differenzial. 2 neue Batterien setzte der Lehrling ein (das hätte ich mal besser selbst gemacht), außerdem gab mir Siggi Burk alle erdenklichen Ersatzteile, sowie eine Starterbatterie mit Kompressor mit. Die Ladekontrollleuchte brannte gelegentlich, was mich wunderte, da wir irgendwann im Winter eine neue Lichtmaschine eingebaut hatten. Auf der Heimfahrt fliegen Funken aus der Motorhaube rechts, ich denke der Arsch vor mir hat eine Kippe aus dem Fenster geworfen.


08.06. Beobachtung des Venustransits in Hammelburg

Der Venustransit war für mich ohne Zweifel ein Erlebnis. Mein fotografisches Können hielt sich jedoch in Grenzen, denn auf allen Bildern, die ich machte war nichts, aber auch gar nichts von der Venus zu sehen. Kollegen vom Fotoclub Rhön hatten jedoch große Teleskope für die Öffentlichkeit aufgestellt und so wurde es doch ein kleines Spektakel am Hammelburger Flugplatz.


12.06. Planung der Mittleren Etappe der Reise

In der Zeit während der Toyota den Rückweg auf See nach Deutschland antritt wollen wir eine 4-Wochentour machen. Madagaskar kommt nicht in Frage, da man ebenfalls ein Visum braucht, Neuseeland als Ziel scheint mir gut gewählt. Andreas Lomb im DER-Bamberg reserviert uns Flüge, einen Mietwagen für Neuseeland für 3 Wochen, einen Mietwagen für Südkorea (denn eine Zwischenladung mit Aufenthalt dort ist ohne Aufpreis möglich), für 1 Woche, sowie die Fähre von der Nordinsel auf die Südinsel Neuseelands.


21.06. Im Internet beim Auswärtigem Amt, Visum für Deutsche bei Einreise über Land

Etwas entsetzt muss ich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes lesen, das Deutsche bei Einreise über Land nach Venezuela ein Visum benötigen.


21.06 Abholung des 2. Reisepasses Rudis bei Stadt Bad Kissingen

Am selben Tag kann ich meinen neuen 2. Reisepass am Passamt in Bad Kissingen abholen.


23.06.-26.06. Katalogverteilung Nr. 9

Schon wieder eine Katalogverteilung


24.06. Übernachtung bei Almut Hoffmann bei Marburg

Die 30-Jahrfeier der DZG steht vor der Tür. Auf dem Weg dorthin wollen wir bei Almut Hoffman übernachten und ein echtes Geisterhaus besichtigen.


25.06.-28.06. Globetrottertreffen in Hachenburg

Am Globetrottertreffen in Hachenburg hatten Gabi und ich den Bierausschank übernommen, was natürlich ein wenig Arbeit und Verantwortung mitbrachte. Ich hatte trotzdem Riesenspaß und lernte viele neue interessante Leute kennen, wie z. B. Klaus Thiele, der uns zu sich nach Hause in Chile einlud. Mit XY (möchte nicht genannt werden) schon auf dem Treffen den Toyota innen vermessen, um später gleich mit dem Innenausbau beginnen zu können. Nur soviel sei noch gesagt, es war das schönste Treffen in Hachenburg, seit ich bei der DZG bin.


29.06.-04.07. Urlaub in Luxemburg

Kaum aus Hachenburg zurück, fuhren wir mit meinen Eltern zu einem Kurzurlaub nach Luxemburg zu Rosi Rohmer-Strecker. Es war eine schöne Woche, in der wir mit meinen Eltern erst Luxemburg, dann Brüssel, dann Verdun und zu guter letzt das Saarland besuchten. Werner Freunds Wölfe und ein Besuch am Grab von Heinz Rox-Schulz, dem König der Globetrotter waren absolute Pflicht für mich. Rox, wie ihn alle nannten, war in diesem Jahr im Alter von 83 Jahren verstorben. Die Welt hat mit ihm einen ihrer größten Abenteurer verloren. Ich kann mich glücklich schätzen, ihn noch kennen gelernt zu haben.


04.07. Abholung der Sandbleche bei Christoph Hahn in Pirmasens/Ruppertsweiler

Auf der Heimfahrt holten wir noch 2 gebrauchte Sandbleche bei Christoph Hahn ab. Von ihm habe ich auch die beiden Zusatztanks rechts und links am Auto.


05.07.-09.07. Innenausbau des Toyotas in Bad Berleburg

Jetzt wird es langsam hektisch. Der Toyota muss am 19.07. spätestens in Hamburg angeliefert werden. XY aus Bad Berleburg hilft mir mit Rat und Tat beim Innenausbau. Montag früh Schweinfurt Globus Baumarkt. Ich soll gleich eine Tischler- oder Multiplex-Platte für den Innenboden mitbringen. Globus hat weder die eine, noch die andere. Bei Holz Kraus schwatzt man mir eine 9 mm starke Siebdruckplatte auf, die nicht zugeschnitten wird und somit auch nicht in den Toyota passt. Spanngurte habe ich natürlich auch nicht dabei. Ein freundlicher Angestellter verkauft mir 2 Gurte für 2 Euro, dann geht's mit 60 km/h von Schweinfurt nach Bad Kissingen. Bis Bad Berleburg hat das keinen Sinn, da ist der Tag gelaufen, außerdem ist diese Platte laut XY gar nicht zu gebrauchen. Ich rase mit Höchstgeschwindigkeit nach Bad Berleburg. Ankunft gegen 17 Uhr. 18.30 in Marburg am Obi. Dort haben sie eine Platte, ich habe aber mein Geld in Bad Berleburg vergessen. Eine Stunde Fahrt zurück, Geld holen und eine Stunde Fahrt hin, dann ist es 20.30 Uhr. Der Baumarkt schließt aber um 20 Uhr. Klasse gemacht Rudi. Alle Geldreserven von XY und mir plus ein Notgroschen im Auto reichen dann doch aus. Platte aufs Dach und zurück nach Bad Berleburg. Da kann man doch sagen, wieder ist ein Tag vollbracht, und wieder ward fast nur Mist gemacht. Zum Glück haben wir schon mal die Platte. Dienstag: 10-mal rein und raus, sägen, feilen, imprägnieren. Immerhin passt die Platte fantastisch ins Auto. Das war es im Großen und Ganzen für diesen Tag. Wir brauchen 2 Tage länger als ich anfänglich dachte. Das Ergebnis stimmt mich aber umso zufriedener. 4 große Staukisten und eine 1,90 Meter lange Liegefläche sind das Ergebnis, dazwischen noch Platz um 3 Rako-Kisten 60x40x34 reinzustellen. XL sieht, dass der Simmering im hinteren Differenzial leckt. Ich glaube es erst gar nicht. Außerdem bemerken wir, dass die rechte Batterie nicht richtig in der Halterung sitzt und deswegen Kontakt mit der Motorhaube bekommen hat. Um 20 Uhr fahre ich nach Hause.


10.07.-11.07. Globetrottertreffen in Oberfischbach

Hans Gaiter hatte angerufen, ich solle schon am Freitag zum Treffen kommen und einen Diavortrag halten. Das lässt aber nicht verwirklichen. Ich komme in Oberfischbach am Samstagabend an, zeige Bilder aus der Karibik und feiere kräftig mit den Leuten. Die erste Nacht im Toyota klappt fantastisch. Trotz etlicher Bierchen und Schnäpschen kann ich den Klappmechanismus aufstellen und schlafe wie im Himmelbett.


12.07.-17.07. Telefonbuchverteilung

Eine letzte Telefonbuchverteilung kann ich mit dem Toyota machen. 1750 Bücher müssen neben den Zeitungen, Briefen, Prospekten verteilt werden. Bringt auch noch mal Kohle.


13.07. Erstes Telefonat mit Karin Langenmayr in Buenos Aires

Jochen van der Linde, ein Freund aus der DZG vermittelt uns einen Kontakt nach Argentinien. Hilfe vor Ort ist immer gut. Karin Langenmayr spricht perfekt deutsch und erklärt sich sofort bereit uns beim Ausschiffen und sonstigen Sachen zu helfen. Außerdem brauchen wir sie als Kontaktperson für die Reederei.


14.07.-17.07. Katalogverteilung Nr. 10

Eine Katalogverteilung bedeutet immer erheblich mehr zusätzliche Arbeit, obwohl ich ein paar Helfer habe.


05.05.-08.05. Katalogverteilung Nr. 7

Zu den Telefonbüchern noch eine Katalogverteilung, es ist zum Glück die Vorletzte. Einer meiner Mithelfer stellt mir seine Kataloge ohne Worte vor die Tür. Gerade jetzt kann ich das gar nicht gebrauchen. Ich denke nur so ein "Ar…".


14.07.-15.07. Reparaturen bei Allrad Keba in Brackenheim

Eigentlich wollte ich nur den 14.07. in der Werkstatt bei Allrad Keba verbringen, nach dem leckenden Simmering im hinteren Differenzial schauen lassen, dann über Lauche & Maas in Ulm zwei passende Rako-Kisten besorgen und wieder heimfahren. Trotzdem viel zu viel für den Tag, aber die Zeit drängte nun wirklich. Es kam natürlich alles anders. Um 10 Uhr erreichte ich Brackenheim, wurde sofort drangenommen und als erstes der angeschmorte Pol gewechselt. Dann die Hiobsbotschaft, ein defektes Lager im Differenzial hat den Schaden am Simmering verursacht und das Lager ist momentan nicht vorrätig. Mit dem Heimfahren wird es nichts mehr. Lager wird per Express bestellt. Ich ruf bei Lauche & Maas an wegen der Kisten. Die verweisen mich an Därr in München. Dort haben sie immerhin 2 Stück, die ich reserviere. Siggi Burk bringt mich auf die Idee bei Woick in Filderstadt zu fragen. Die haben 3 Stück, 2 davon sind allerdings reserviert. 1 reicht auch. Därr abtelefoniert und zu Woick gefahren. Dort angekommen haben sie überhaupt keine Kiste für mich. Ich versteh die Welt nicht. Die eine Kiste wäre defekt sagt ein anderer. Dann schickt man mich zum Essen und will in dieser Zeit die Leute fragen, die die beiden anderen Kisten bestellt haben. Komm zurück und bekomm die beiden Kisten. Ende gut alles gut. Zurück bei Allrad Keba findet Siggi Burk auch den Fehler in der Elektrik. Ein Relais ist oxidiert. Schaden auch behoben. Einen guten rechten Außenspiegel kann ich auch noch abstauben und am nächsten morgen wird das Lager eingebaut. Um 12 Uhr fahre ich los und komm genau richtig zum Termin um 15 Uhr bei der Sparkasse Bad Kissingen.


15.07. Abschluss Auslandsreisekrankenversicherung für Südamerika

Wir können beide meine Mastercard Gold für die ersten 8 Wochen als Auslandskrankenschutz nehmen, im Anschluss versichern wir uns bei der Bayrischen Versicherungskammer für die restliche Zeit.


16.07. Schweißen des Dachgepäckträgers für die Ersatzräder in Kleinbrach

Mein Onkel Oskar schweißt mir aus Metallteilen Befestigungen für die beiden Ersatzräder auf unseren Dachgepäckträger. Gegen 14 Uhr sind wir damit fertig. Gabi fragt ob ich endlich Befestigungen für die Vorhänge eingebaut hätte. Ich denk nur: "Frauen". Schnell noch ein Ölwechsel am Abend, denke ich und verliere dabei die Ölablassschraube. Ach du "Sche…". Finde zwar nach einigem Suchen die Schraube, aber der Dichtungsring ist weg. Was nun?!? Es ist schon nach 18 Uhr. Ein Kumpel hat was Passendes vom Durchmesser aber nicht von der Auflagefläche.


17.07. Suche nach Öldichtungsring in Bad Kissingen + Schweinfurt

8.30 Uhr bei Fa. Kleinhenz in Bad Kissingen nach einem Dichtungsring gefragt, die haben auch nur diese Notlösung, Fa. Reese in Bad Kissingen ebenfalls. In Schweinfurt bekomm ich bei Fa. Wütschner gar nichts dergleichen, außer der Auskunft, dass jede Werkstatt solche Ringe hat und dass ich bei Toyota um die Ecke fragen soll. Gesagt getan, stehe ich um 11.30 Uhr im Verkaufsraum bei Toyota und der Lagerist antwortet: "Natürlich haben wir so einen Ring." Gerettet, denke ich, bekomme aber Zweifel, als er nach 3 Minuten immer noch nicht zurück ist. Kopfschüttelnd erscheint er, schimpft auf die Mechaniker, die wieder mal den letzten Ring raus genommen haben ohne es ihm zu melden, versichert aber, dass es kein Problem ist, denn am Montag wäre Nachschub da. Ich schau ihn kopfschüttelnd an, denn ich muss am Sonntagabend den Wagen nach Hamburg fahren. Auf Anraten eines Mechanikers nehme ich den schmalen Dichtungsring, der zwar nicht ideal ist. Aber mir bleibt keine andere Wahl.


18.07. Fahrt des Toyota bis kurz vor Hamburg

Am Sonntagmittag laden wir alles ein, was wir bis jetzt bereitgelegt haben, schreiben sogar auf, was wo ist und um 18 Uhr mache ich mich auf den Weg. Ich schlafe das 2. Mal im Auto auf den Kisten auf einem Rastplatz kurz vor Hamburg gegen 24 Uhr.


19.07. Toyota in Container verladen bei Fa. Euroboss Hamburg Hafen


Um 9 Uhr im Hafen, alles geht wahnsinnig schnell. Papiere ausfüllen, rein fahren, verzurren, Container verschließen. Meine Mitfahrgelegenheit aus dem Internet holt mich dort ab und fährt mich für 25 Euro bis nach Hause.


20.07.-23.07. Dies und Das zu Hause

Irgendwie bilde ich mir jetzt ein, alles geschafft zu haben, was natürlich ein Fehler ist. Mir wird klar, dass auch daheim noch viel zu regeln ist. Die Woche verbringe ich damit, Telefon, Kabelanschluss, Finanzamt, Versicherungen, Miethaus, meine 7 Arbeitgeber und was weiß der Teufel noch zu erledigen.


26.07.-31.07. Aushilfe bei der Mainpost in Oberthulba

Um diese letzte Aushilfe komme ich nicht herum. Mein Mainpostchef Klaus Kiesel hat für Oberthulba keine Vertretung diese Woche. Da er immer für mich da ist und mir die ganze Zeit seit Februar den Rücken freigehalten hat, springe ich diese Woche noch mal ein, was bedeutet statt nachts um 4.30 Uhr, um 3 Uhr aufzustehen.


05.05.-08.05. Katalogverteilung Nr. 7

Eine Katalogverteilung bedeutet immer erheblich mehr zusätzliche Arbeit, obwohl ich ein paar Helfer habe.


26.07. Visacard für Gabi bestellt

Gabi braucht auch eine Kreditkarte, die wir heute bestellen.


27.07. Telefonat mit Botschaft Venezuela

Ich erfahre dass man bei Einreise über Land nach Venezuela als Deutscher ein Visum braucht. Die Botschaft in Berlin verweist mich an das Konsulat in Frankfurt. Meine erste Frage lautet: "Stimmt es das man als Deutscher bei Einreise über Land ein Visum braucht?" Der "nette Konsul" antwortet: "Ja!" Meine zweite Frage lautet: "Wie lange dauert das?" Seine Antwort: "2 Tage und der Postweg!" Meine dritte Frage: "Was muss ich alles mit einreichen?" Seine Antwort: "Schauen sie ins Internet!" "Warum geben sie mir auf meine Frage keine Antwort?"
Er verweißt mich aber 2 weitere Male auf das Internet. Wütend lege ich auf und schaue ins Internet. Reisepass, bei Ausreise noch 6 Monate gültig, 2 Passbilder, Visumantrag ausgefüllt, Kopien von Kontoauszügen mit Lohnbezügen und letzter Punkt: "Sprechen sie mit dem zuständigen Kosulatsangestellten." Ich frag mich noch ob ich einen frankierten Rückumschlag mit reinlegen soll, lasse das aber, weil davon nichts im Internet steht.


28.07. Schicken der Reisepässe auf das Konsulat Venezuelas

Ich schicke die Pässe ohne frankierten Rückumschlag per Einschreiben an das Konsulat Venezuela.


29.07.-30.07. Reparieren der Dachgaube am Elternhaus

Eine schon lange versprochene Reparatur einer Dachgaube am Haus meiner Eltern wird heute in Angriff genommen. Unter dieser Bedingung hat meine Mutter unsere Langzeitreise akzeptiert. Das Wetter passt endlich nach wochenlangem Regen und Onkel Richard ist auch bereit. Ohne ihn geht eh nichts. Wir kommen gut voran, der Tag ist jedoch gelaufen. Am nächsten Tag wird mit Hilfe einiger Nachbarn die Gaube neu gedeckt. Gott sei dank ist das auch vom Tisch.


30.07. 1. Zahnarzttermin

Ein längst fälliger Termin bei meinem Zahnarzt Gunnar Hammerfald steht an. Er war bis gestern verreist, deshalb jetzt erst der Termin. Ich vermute eine Wurzelbehandlung noch kurz vor Abreise, was für mich ja nichts Neues ist. Außerdem wackelt die Zahnprothese, die an 2 Schrauben in den Wurzeln verankert ist. Gunnar ahnt Schlimmes, hofft jedoch, dass ich an dem besagten schmerzenden Zahn ohne Wurzelbehandlung auskomme. Eine provisorische Plombe bis Montag und dann wissen wir mehr. Das andere Problem ist auch größerer Natur, denn die Schrauben in den Wurzeln sind locker. Außerdem noch ein kleineres Loch. Ich sitze eine Stunde auf dem Stuhl.


01.08. Vorfeier Geburtstag Rudi

An diesem Tag ruhen wir uns mal richtig aus. Grillen im Garten, trinken Bier und Wein, alle Hausbewohner und einige Verwandte sind bei uns.


02.08. 2. Zahnarzttermin

Gute Nachrichten aus der Zahnarztpraxis, der eine Zahn tut nicht mehr weh, wird also plombiert, das kleine Loch ebenfalls und die beiden Schrauben lassen wir wie es ist. Mehr als raus fallen können sie nicht.


02.08. Geburtstagsfeier Rudi

Am Abend feiern wir noch mal mit allen Hausbewohnern im Garten.


02.08.-04.08. Rudis Eltern sind kurz verreist

Meine Eltern sind für 3 Tage verreist, das heißt für mich früh und abends Katzen, Hasen und Hühner füttern, Garten gießen und Getränke verkaufen.


02.08.-06.08. Einbau der 3 Tore in die neue Garage

Eine zweite Sache hatte ich meiner Mutter noch vor Abreise versprochen. Die 3 Tore müssen noch an die neue Garage. Hierzu hatte ich mich endlich zu einer Firma durchgerungen, die in diesen Tagen mit dem Einbau begann und auch noch alles fertig stellte bis zu unserer Abreise. Ich musste nur gelegentlich nach dem rechten schauen.


04.08.-07.08. Katalogverteilung Nr. 11

Die endgültig letzte Katalogverteilung steht vor der Tür. Ich danke dem Herrgott als auch sie über die Bühne ist.


05.08. Anruf Fa. Woick, Bill of Lading mit falscher Adresse eingetroffen

Fa. Woick informiert mich, das mit dem Bill of Lading etwas schief gelaufen ist, dass das korrigierte Papier aber rechtzeitig vor unserem Abflug bei uns im Briefkasten seit. Für die Unwissenden, ohne dieses Dokument bekommt man das Auto im Zielland nicht aus dem Zoll


05.08. 15 Uhr versuchter Anruf beim Konsulat Venezuelas

Ich will nach unseren Visa fragen, aber niemand hebt ab. Wahrscheinlich halten sie Siesta.


05.08.-Abreise Kissinger Theatertage

Gabi ist ab jetzt jeden Abend als Bedienung im Einsatz bis zur Abreise. Ich hole sie immer vom Bismarckmuseum gegen 22.30 Uhr mit dem Fahrrad ab.


06.08. 8.30 Uhr versuchter Anruf beim Konsulat Venezuelas

Erneuter Versuch den Venezuelanischen Konsul zu sprechen. Wahrscheinlich pennen sie aber noch.


06.08. 11.45 Uhr Anruf beim Konsulat Venezuela

Aufschlussreiches Gespräch mit diesem "netten" Herrn von der Botschaft. Visa sind erstellt, werden jedoch nicht abgeschickt weil ich keinen frankierten Rückumschlag beigelegt habe. Ich könnt mich in den Arsch beißen wegen meiner Naivität. Aber er sagte ja ausführlich: "Schauen sie ins Internet!" und das hatte ich ja getan. Er behauptet aber, auch der Rückumschlag sei aufgeführt. Fast bekomm ich mich mit ihm in die Haare. Bevor sie mir die Einreise aber ganz verweigern bemühe ich mich ruhig zu bleiben. "Was soll ich tun?" frage ich. "Schicken sie einen frankierten Rückumschlag!" sagt er. Ich will Geld überweisen, damit er die Pässe heute noch rausschickt. Interessiert ihn aber nicht. Rückumschlag oder selbst abholen und damit beendet er das Gespräch. Ich koche vor Wut und schicke um16 Uhr einen frankierten Umschlags an das Konsulat Venezuelas.


10.08. Anruf beim Konsulat Venezuela

Ich erkundige mich ob der Umschlag angekommen ist. Genervt antwortet er mit nein! "Was kann ich tun?" frage ich. "Warten sie bis morgen, vielleicht kommt er noch." Mir wird das zu kritisch. Ich bitte ihn wieder die Pässe loszuschicken. Er antwortet: "Sie haben den Fehler gemacht, nicht ich. Schicken sie einen Rückumschlag oder holen sie die Pässe ab." Mit einer Vollmacht kann auch eine andere Person kommen.


11.08. Anruf beim Konsulat Venezuela

Wieder frage ich bei diesem arroganten Schnösel ob der Rückumschlag angekommen ist. Ihm scheint schon lästig zu sein mit mir telefonieren zu müssen. Wieder die Bitte von meiner Seite die Pässe doch endlich loszuschicken, weil wir am Wochenende schon fliegen. "Ist nicht mein Problem!" bekomme ich zur Antwort. Stünde er jetzt vor mir, würde ich wahrscheinlich handgreiflich werden, obwohl ich alles andere als brutal bin. Die DZG hilft mir in der Not. Peter Krämer wohnt in der Nähe von Frankfurt. Ich bekomme aber nur seine Mailbox. Elena Erat, die Partnerin geht nicht ans Handy. Peter Mayer kenne ich flüchtig. Der ist aber auch nicht im Verlag, aber seine Lebensgefährtin weiß Rat. Ich beauftrage einen Kurier, der die Pässe aus dem Konsulat holt und sie im Peter Mayer Verlag abgibt. Mittlerweile ruft Peter Krämer zurück und bietet sich an die Pässe zu holen. Ich schicke ihn zum PM-Verlag.


11.08. Abschicken der 1. Reisepässe zum Reisebüro Spomer wegen Visa für Asienreise

Die dritte Etappe unserer Weltreise muss was die Visa betrifft auch noch vorher erledigt werden. Die Anträge habe ich ausgedruckt und ausgefüllt, Passbilder gemacht und alles zusammen zum Reisebüro Spomer in Bad Honnef geschickt. Fehlt nur noch die Auslandskrankenversicherung für Russland.


12.08. 12.08. Peter Krämer holt Pässe bei Peter Meyer Verlag in Frankfurt ab. Katalogverteilung Nr. 7

Peter Krämer hat unsere Pässe, dem Himmel sei dank. Er ist am Samstag eh auf unserer Abschiedsfeier und nimmt uns dann mit zum Flughafen.


12.08. Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung für Russland

Wir kaufen Diafilme bei Photo Porst in Schweinfurt und schließen bei der Viktoria unsere Versicherung für Russland ab. Die Police soll morgen per Post bei uns sein.


13.08. Der letzte Werktag

Mehrere Anrufe bei Fa. Woick wegen Bill of Lading. Man hat es rausgeschickt und es ist auch in der Post. Außerdem die Auslandskrankenversicherung für Russland. Diese Faxe ich noch zum Reisebüro Spomer.


14.08. letztes Telefonat mit Fa. Spomer wegen Visa Asien

Alle Unterlagen sind komplett. Die Visa für Russland, Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Kasachstan kommen in den ersten Pass, der jetzt beim Reisebüro liegt. Das Mongoleivisum kommt in den Zweitpass mit dem wir die ersten beiden Etappen fahren.


14.08.-15.08. Abschiedsfeier bei uns in Bad Kissingen/Kleinbrach

53 Verwandte, Freunde und Globetrotter kamen zur Abschiedsfete. Mit Sahara-Willy Jannßen und seiner Frau Marianne war sogar "Prominenz" aus der Reiseszene anwesend. Es wurde ein rauschendes Fest bis die Sonne aufging. Etliche Reisemobile säumten unser Haus und das Grundstück daneben. Nach Mitternacht rief ich dann noch Karin Langenmayr in Buenos Aires an um auch vor Ort nicht hilflos zu sein. Frühstück bis der letzte Gast sich verabschiedete, dann Kofferpacken, Wohnung versiegeln, letzte Anweisungen an Mutter und die Autoschilder vom Zweitwagen zum Abmelden abmontieren. Um 17 Uhr fuhren wir mit Elena Erat und Peter Krämer Richtung Dreieich, nachdem wir uns von meinen Eltern und Gabis Mutter verabschiedet hatten. Unsere Pässe bekamen wir dann zu Hause bei Peter, denn er hatte sie tatsächlich vergessen mit nach Bad Kissingen mitzunehmen.

Jeder der das jetzt gelesen hat und selbst schon längere Zeit unterwegs gewesen ist, denkt bestimmt, der hat doch ein Rad ab, vorausgesetzt er ist kein Student. Bei mir läuft alles was ich mache seit etwa 10 Jahren in dieser Form ab. Ich habe mich daran gewöhnt, obwohl ich es lieber anders machen würde. In letzter Sekunde klappt dann doch immer alles. Manchmal erwische ich mich dabei, das ich mich schon darauf verlasse, was sich hoffentlich nicht doch irgendwann mal ein großer Fehler erweißt.