TRANSSIB 2005 - Katamarantour

Nach dreistündiger Fahrt von Krasnojarsk in Richtung Nordosten erreichten wir den Fluss Mana. Die zelte wurden aufgeschlagen, Feuer entfacht, Essen zubereitet und der Katamaran zusammen gebaut. Nach dem Essen spielte Kostja diese typischen russichen melancholischen Melodien auf der Gitarre.
Zu viert warteten wir auf den Sonnenaufgang, der sich hinter der Flussbiegung mit einem zarten Rosaschein abzeichnete. Leise sprachen wir über die Philosophie des Lebens und der Natur. Siddharta flüsterte aus dem Nebelrauch des Flusses. Der Sonnenstrahl hinter den Bergen leuchtete wie ein Opal.


Wo Rauch ist auch Feuer
Katamaran im Frühnebel Kapitän Kostja
schamaistische Firguren am Ufer

Die Sonne spiegelte sich in den kleinen Wellen des Flusses, und Felsen schauten wie weise Berggeister von ihren Thronen herab. Ich kam mir vor wie Huckleberry Fin und Tom Sawyer.
Kostja hatte die Piratenflagge gehisst und steuerte das Boot. Er war unser Steuermann. Es erinnerte mich an die alte Ballade von John Maynard, die Theodor Fontane einst geschrieben hatte. Doch Kostja erinnerte mich auch an John Long Silver, den alten Piraten aus der Schatzinsel, braun gebrannt, ein Hüne mit stechend blauen Augen.
Sobald das Wasser tief genug war, rief irgendjemand zu Bade. Welch eine herrliche Abkühlung!

Galja träumt Oleg und Lena
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