Merzbacher See
 
Merzbacher See

Der erste Mann, der einen Fuß auf die Höhen des Khan Tengri getan hatte, M.P. Pogrebefskiy, nannte den außerordentlichen Gletschersee im Gebiet Tengri in Gedenken an den bekannten österreichischen Tian Shan Forscher Gottfried Merzbacher den Merzbacher See. Nicht weit vom Gipfel des "Gott des Geistes" befindet sich der See am Verzweigungspunkt zwischen dem südlichen und nördlichen Engiltschek Gletscher, einem der längsten Gletscher der Welt.

Der See hat zwei Becken in unterschiedlichen Höhen. Seine Oberfläche ist ständig mit Eisbergen bedeckt und von Eisblöcken umrahmt, welche die Werkzeuge der Natur in die seltsamsten und phantastischsten Formen gebracht hat - ein unvergessliches Schauspiel bizarrer Skulpturen.

Das obere Becken des Merzbacher Sees liegt vierhundert Meter höher als das untere. Ein Landzunge wirkt wie ein Staumauer. Beständig fließt das blaugrüne Wasser in Kaskaden nach unten.

Zum Sommeranfang entleert sich der etwa zwei Kilometer lange untere See auf wundersame Weise. Bisher gibt es nur Theorien aber keine wissenschaftlichen Beweise, wohin das Wasser des Sees entschwindet. Es bleiben nur der Schlamm und die Eisblöcke. Im Herbst füllt sich der See wieder.