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© Roland, der alte Cherusker Ostern 2005 |
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Es war ein Geburtstagsgeschenk für meine Liebste - diese Reise zu Ostern nach Schwerin. Wir kamen erst am Abend in der Hauptstadt Mecklenburgs an, verstauten unsere Sachen in der kleinen Pension und unternahmen einen ersten Bummel. Die kleinen Geschäfte der Altstadt waren bereits geschlossen, doch das Schlossparkcenter - ein moderner Einkaufstempel bot ein österliches Einkaufsambiente. Es war, als wäre der Lenz bereits in diesen Glaspalst eingezogen: Narzissen und Tulpen blühten, Häschen schnuffelten am frischen Gras und ein riesiges goldenes Osterei barg ein Überraschung. |
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Die aus der Ferne kommenden Besucher nähern sich einem weitgehend aufgelösten und mit einer Vielzahl von Türmen und Türmchen ausgestatteten Prunkbau: Schloss Schwerin. Von der Stadtseite jedoch präsentiert sich die diese liebliche Schlossanlage als beherrschender Monumen- talbau. In unmittelbarer Nähe zur Stadt, lagert die historische Residenz auf einer Insel im Schweriner See und somit etwas von einem märchenhaften Dornröschenschloss. Der Burggarten am Schloss ist ein Gartenparadies auf engstem Raum, das wohl erst im Sommer richtig zur Geltung kommt. |
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Der Thronsaal ist der bedeutendste historische Raum des Schlosses. 1858 vollendet, vermittelt er
in seiner reichen künstlerischen Ausfertigung die besten Vorstellungen von der prunkvollen
Innenarchitektur dieser Epoche. Im Norden steht der Thronsessel, flankiert von den lebensgroßen
Portraits des Herzogs Franz II. und seiner Gemahli Auguste. An der Wand unter dem Thonhimmel
hängen mecklen- burgische Wappen. Italienische Marmor- säulen, eine prächtige Stuckdecke und ein
vergoldeter Messingkronleuchter laasen den Saal glänzen.
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Durch das Marktportal betraten wir den Schweriner Dom und nahmen einen hohen gotischen,
Licht durchfluteten Raum war. Wir setzten uns in die Bänke und betrachteten das herrliche
Triumphkreuz mit den Assistenzfiguren Maria und Johannes. Ungewöhnlich die Frabgestaltung
in Gold und Grün. Doch die Blätter des kreuzes weisen auf die Auferstehung Jesu Christi.
Dann dieser Altar - geschaffen von Loste 1495 - ein Kunstwerk der Schnitzarbeit. Doch am
meisten erstaunte der Neogotische Turm, der 117 Meter in den Himmel ragt.
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Rund um den Pfaffenteich - dort wo auch wir unsere Herberge hatten - finden sich zahlreiche
Gebäude. Sehenswert sind vor allem das Arsenal, das Küken-Haus, das ehemalige Stadtbad am
Spieltordamm und die Häuser am Südufer. Wenn man Lust und Laune hat, kann man mit einem
kleiner Fähre am Ufer des Pfaffenteichs entlangfahren, um ganz in Ruhe dieses einzigarige Ensemble
zu genießen. Ganz in der Nähe steht am alten Postamt das Denkmal
von Heinrich von Stephan, dem Begründer des Weltpost- vereins - wenn es so nimmt, dem Urvater
des Internets.
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