© Roland, der alte Cherusker 2003

 
 

   Das Gebiet der Walnusswälder von Arslanbob ist charakterisiert von Schluchten durchzogenen Gebirgslandschaften mit einem ausgezeichnete Gebirgsklima, das für Gesundheitsbehandlungen gut ist, absolut ruhig für Wanderer und Spaziergänger. Die frische Gebirgsluft ist erfüllt mit dem Geruch von süßen Gräsern, eiskaltes Wasser fließt in weißen Gebirgsflüssen, Wasserfälle funkeln in der Sonne, phantastisch geformte Klippen wachsen zum Himmel empor, auf den blühenden Wiesen wachsen wunderbare Sträucher - all das zeigt die Vielfalt und die Schönheit der königlichen Wäl-der.

Die königlichen Wälder von Arslanbob können ohne Übertreibung als das achte Weltwunder bezeichnet werden. Es ist ein herrlicher Obstgarten, in dem Äpfel, Pflaumen und Nussbaumwälder von ArslanbobBirnen darauf war-ten, gegessen zu werden; wo der Wind durch die Bäume rauscht und einen Nussregen auslöst; wo die Vögel fröhlich singen und die Tiere des Waldes noch zutraulich sind. Wie eine weiße Feder schwebt ein achtzig Meter hohe Wasserfall über den königlichen Wäldern, stürzt sich von den Klippen unterhalb der gezackten Spitze des Baubash-Ata (4490 Meter NN). Es scheint, als ob die schneebedeckten Spitzen des Berges in der Luft schweben, als ob sie über die sanfte Hügel mit großen Nüssen fliegen. Im Frühjahr des Jahres 328 vor unserer Zeit hat Alexander der Große hier einen Löwen gejagt und erlegt.

Das nächste Ziel war Jalal-Abad, eine größere Stadt im Süden. Der Basar war noch farbiger, die Früchte noch vielfältiger, die Menschen noch freundlicher, die Mädchen noch orientalischer. Ein Internetcafe lud zur Kommunikation mit der Heimat ein, Kosch Kelenisder Passdoch die Verbindung war gemächlich wie die asiatische Lebensart. Nach ein paar Stunden verließen wir die Stadt in Richtung Kazarman. Die Karte zeigte eine gerade Linie - eine Hauptstraße - es konnte also nicht allzu weit sein. Doch schon nach einigen Kilometern bogen wir ab auf einen Feldweg, der uns mitten durch die Berge, durch ein wild-romantisches Tal führte. Jurtas klebten an grünen Hängen oder breiteten sich am Ufer des Kok Art aus. Am Ende des Tales erhoben sich gewaltige Berge mit einer heraus- fordernden Passstraße zum Kosch Kelenisder in 3000 Meter Höhe, eine wunderbare Landschaft, mit Schatten belegt, beschienen von den letzten Strahlen der Sonne. Wir fuhren hinab in die Dunkelheit mit angstvollen Blicken, den Abgrund neben uns wissend. Wodka half, unsere Furcht zu überwinden. Wo, zum Teufel, versteckte sich Kazarman?

 
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