steinreich und bettelarm
 
 
 

   auf dem Weg nach Süden...durchfuhren wir eines der größten zusammenhängenden Olivenanbaugebiete der Welt. Einen Halt machten wir in El Djem. Das berühmte Theater, das nicht wesentlich kleiner als das Kolosseum in Rom ist, steht teilweise noch bis zu seiner Originalhöhe. Hier fanden einstmals Gladiatorenkämpfe und Wagenrennen vor bis zu 35.000 Zuschauern statt. Erstaunlich, was die alten Baumeister so drauf hatten und welche Logistik dahinter steckte, die zuschauerströme zu lenken.

   
      das Kolosseum El Djem  
 
  Diar el Berbes  

   nach Süden ...
wurde das Land immer trockener und unwirtlicher. Wir durchfuhren die alte Berberin mit SteinmühleOasenstadt Gabes und erreichten die Geröllwüste von Matmata.
Die hier lebenden Berber haben in den weichen Kreideboden jeweils zehn Meter breite und tiefe Schächte geschlagen. Je nach Familiengröße gehen vom Hof mehrere, angenehm kühle Zimmer ab.

 
 
"Diar el Berbes" - die Häuser der Berber
     
 
 

   das gelbe Meer der Sahara...
hat etwas Einmaliges. Die stille wurde nur durchbrochen durch das eigenartige Gurgeln der Dromedare, die leise druch den Sand dem Sonmenuntergang entgegen trampelten.
Am nächsten Morgen durchquerten wir das Schott el Djerid: hier wächst nichts mehr. Nicht einmal Vögel fliegen hier. Die Oberfläche ist mit einer salzkruste überzogen, deren glitzerndes Weiß noch durch den Staub der Wüste gebrochen wird. Ein Naturwunder sind die darin entstehenden Salzrosen.

  El Cherusker zum Sonnenuntergang in die Sahara  
      auf dem Dromedar in die Sahara  
 
   

   das Atlasgebirge...
mit seinen östlichsten Ausläufern an der Grenze nach Marokko zeigt eine beeindruckende Bergwelt: bizarre Felsformationen und trockene Canyons, dann wieder Bergoasen mit liebreizenden Wasserfällen. Mitten im Nichts wachsen plötzlich Gemüse, gedeihen Granatäpfel, Aprikosen, Bananen und reifen Datteln. Chbeka und Tamerza gehören zu den schönsten Bergoasen in Tunesien. Und ihre Berge rundherum laden ein zum Klettern...

 
  Grand Canyon im Atlasgebirge      
 
 
Kairouan
 
Buchtipp
 
 

als heiligste Stätte nicht nur in Tunesien in ganz Nordafrika bietet Kairouan einige sehr schöne Moscheen aus verschiedenen Epochen
Mausoleum des Sidi Abid el Ghariani: Innenraum mit andalusischen Kacheln, im ehemaligen Betsaal altarabische Koran- schriften aus dem 14. Jhd.
Bir Barouta: Brunnen, der dem Glauben der Moslems nach eine unterirdische Verbindung mit Mekka hat. Der Schöpfradbrunnen wird in Gang gehalten durch ein im Kreis laufendes Kamel...
Große Moschee oder Moschee des Sidi Oqba: die ältesten Teile stammen aus dem 8. Jhd.
Moschee des Barbiers: sehenswerte tunesische Kachelkunst und stimmmungsvolle Innenräume aus dem 17. Jhd.

  Reisehandbuch Tunesien

von

Reise Know-How ist ein komplettes Reisehandbuch für Erlebnis- und Entdeckungstouren vom Mittelmeer bis zu den Oasen der Sahara. Die 3., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage informiert umfassend. Das Buch wendet sich an den Individualreisenden, den Selbstfahrer, Camper oder Rucksacktourirsten. Es ist zugleich Ratgeber für unterwegs auch für den interessierten Pauschalreisenden. Exakte Beschreibungen von Strecken und Pisten durch Bergland und Wüste, daneben Informationen zur Vorbereitung und Durchführung der Reise sowie über Formalitüten und Ausrüstung.


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