der Westen
 
 
 

   Auf unserer Fahrt nach Westen...sahen wir in der Inselmitte das Dorf Sineu mit seinem seit 1306 bekannten Mittwochsmarkt - dem größten Tiermarkt Mallorcas. Obwohl wir recht früh dort ankamen, waren Touristen schon busseweise herangekarrt worden. Wie soll das nur in der Saison aussehen? Schön ist der mittelalterliche Ortkern mit seinem Rathaus von 1667. Eine breite Freitreppe führt zur wuchtigen Pfarrkirche aus dem Jahr 1600. Der geflügelte Bronzelöwe ist der Schutzpatron von Sineu.

  Sineu  
      Bronzelöwe an der Pfarrkirche von Sineu  
 
  Blick von Soller auf den Puid de Major  

   Sòller ...
eine Insel auf der Insel war das von mächtigen Tausendern umschlossene Städchen. Straßenbahn durch SollerAls historisches Vehikel zockelt eine Straßenbahn mit offenen Waggons von Sòller zum Hafen der Stadt. In einem der zahlreichen Straßencafes am Marktplatz tranken wir einen Kaffee und aßen ein leckeres Schinkenbrot und bewunder- ten die prächtige Kirche.

 
 
Blick auf den Puig de Major
     
 
 

   Serra de Tramuntana...
ein schroffes Kalksteingebirge mit Gipfel bis zu 1.445 Metern alpiner Struktur, klaren Gebirgsseen, und vielen Wanderwgen. Von Sòller schraubt sich die die brühmte Küstenstraße der "Costa Brava Mallorcas" den Berg hinauf. Ich war ertaunt über die unwirtliche Gebirgswelt mit Gipfeln, die nicht erwandert werden können, sondern bergsteigerische Erfahrungen erfordern. Schön wäre es, mit meinem Bruder Bofinger den ein oder anderen Gipfel zu ersteigen.

  Puig Major 1.445 m - der höchste Berg Mallorcas  
      Puig Major 1.445 Meter  
 
  die Serpentinen zur Bucht so Calobra  

   Spektakulär...ist die kolossale, felsen- gerahmte Mündung des Torrent de Pareis zu erreichen. Wir nahmen die Straße nach Norden und bogen dann auf eine 14 km lange, wahnwitzige Serpentinenstraße mit 360 Grad Kurven und einem Höhen unterschied von 800 Metern ein. Die Geröllmündung des Wildbachs bei Sa Calobra ist nur durch zwei Fußgängertunnel erreichbar und eröffnet einen atemberaubenden Blick...

 
  die Serpentinen zur Bucht so Calobra      
 
 
Bloß nicht
 
Buchtipp
 
 

Die mallorquinische Mentalität zeichnet sich durch Langmut aus. Die hat jedoch Grenzen, wo Fremde sich als Herren aufspielen und ihre Gastgeber als Lakaien behandeln - so wie in jedem Land, in das man als fremder kommt. Besserwisserei und Angeberei wirken auf Einheimische befremdlich. Und vergesst nicht: Englisch und Deutsch wird vielerorts verstanden.

Nicht drastisch genug muss ich davor warnen, im Meer zu baden, wenn am Strand die rote Flagge weht. Jedes Jahr sterben Menschen aus Leichtsinn oder weil sie andere leichtsinnige retten wollen. Unbekannte Strömungen, starke Brandungen können lebensgefährlich sein. Vor allem Kindern sollte man die nötige Aufmerksamkeit zollen.

  ADAC Reiseführer Mallorca

von Nan Claudia Nenzel

"La Luminosa", die Leuchtende, so wird das größte Eiland der Balearen von seinen Bewohnern genannt - und Mallorca leuchtet wahrlich als eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Obwohl die Insel vor allem wegen ihrer über 200 Strände und Badebuchten, den attraktiven Hotelanlagen und dem vielfältigen Freizeitangebot gefragt ist, gibt es noch vieles mehr zu entdecken. Auf Wander- und Fahrradtouren z.B. kann man das Inselinnere mit seinen Bergen, Wäldern und der reichen Pflanzenwelt erkunden. Allerorten gibt es Kirchen und Klöster zu entdecken. Auf Spaziergängen durch die Gassen der vitalen Hauptstadt lernt der Besucher angesichts von Königspalast, Arabischen Bädern, Kunstmuseen und Jugendstilbauten die interessante Kulturgeschichte der Insel kennen und genießt auf bunten Märkten, in vielerlei Restaurants und Bodegas, mallorquinische Lebensart.


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