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Mutti meinte, daß es mit dem Militärfahrschein ein Risiko gäbe und gab mir deshalb noch extra Geld für eine Fahrkarte. Ich nahm noch ein Stück von meinem selbst- gebackenen Kuchen für Vati mit.

In Potsdam sah ich mich ein bißchen um. Es gab dort herrliche Sachen für mich: schicke Schuhe, schöne Bücher und eine Gitarre. Aber heute war ja Sonntag. Nach dem Mittagessen fuhr ich mit dem Bus zu Vati.

Er war total überrascht. Seine Freude kann ich gar nicht beschreiben. Er schlief noch, als ich in das Zimmer kam. Ach, wie hat er sich gefreut, als er merkte, daß ich es war. Er hat nichts von meinem Besuch gewußt. Wir unterhielten uns dann und tranken später Kaffe und aßen meinen Kuchen. Den Kuchen hat er richtig genossen. Wir gingen im Park spazieren. Vati erzählte mir, daß er schon öfter spazieren geht, ab und an läuft und ein bißchen Gymnastik macht. Er brachte mich noch zum Bus. Vati hofft, daß er bald nach Hause darf. Ich hoffe es auch. Wir vermissen ihn doch sehr. So richtig hat mir Vati nicht gefallen. Er sieht im Gesicht richtig aufgeschwemmt aus.

Ich schrieb am Bahnhof noch eine Karte an Marion. Der Zug nach Haus war proppenvoll. Ich mußte bis Brandenburg stehen.

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