aus: "Wolkendrache"

Der große See glitzerte in der Sonne wie ein natürlicher Himmelsspiegel. Seine Beschaulichkeit wurde gleichsam zum Ruhepol für jeden, der den Seelenfrieden suchte. Am fernen Ufer erstreckte sich die beeindruckende Kette des Terskij Ala-Too mit ihrem alabasterfarbenen Rückgrat. Und am diesseitigen Ufer türmten sich gewaltige Wolken, blütenweiß und licht, mit hellen, dauernd in Veränderung befindlichen Rändern, über den Gipfeln der Viertausender. Niemals wiederholten sich ihre Gestalten, ewig riefen sie Analogien hervor und waren deshalb so menschenähnlich. Ihre Übergänge ins Blaue waren kindlich und milde und voller Verheißung. Als weiße Segel flogen sie über das blaue, glückliche Meer.

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