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Das Riesengebirge (Krkonoše) gehört, entwicklunsmäßig gesehen, zu den alten Gebirgen, wovon die abgerundeten Kuppen Zeugnis ablegen. Das zentrale massiv aus Granit wird von einem Mantel aus Glimmerschiefer, Phyllit und Gneis umgeben, die von feinen Bändern aus Kalk, Erlanen und Quarzstein mit zahlreichen Erzlagern durchdrungen werden. Die Täler in den höchsten Lagen sind von den Gletschern des Quartär und die Gipfel durch Frost herausmodelliert. Die landschaftlichen Schönheiten werden durch die reiche Flora der Kare und Bergwiesen betont. Das Riesengebirge ist das höchste Grenzgebirge zwischen Tschechei und Polen. An der Quelle der Elbe (Labe) geben sich alljährlich Millionen von Touristen aus ganz Europa ein Stelldichein. Wo sonst findet man Berge mit solch einem Besucheransturm pro Quadratkilometer - leider! Herrliche Rundblicke im Sommer und im Herbst, ideale Bedingungen für den Wintersport und die Touristik. In den unberührten Partien zwischen dem Knieholz wachsen zahlreiche Arten von Endemiten - seltene Pflanzen, die man sonst nirgendwo auf der Welt findet. Schon vor einem halben Jahrtausend entstanden hier die Sagen um und über Rübezahl - erst als bösem, später als dem gutem Geist der Berge. Es sind dies die Berge mit einer langen Geschichte der Besiedlung, wo ein gutherziges Völkchen wohnt, mit einem Kolorit eigener Brauchtümer und Dialekte, häufig noch in den ursprünglichen hölzernen Hütten.