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Als das Land noch vollständig mit Wald bedeckt war, durchzogen nur Saumpfade die sogenannten Böhmischen Wälder, wie das Erzgebirge bis zum 16. Jahrhundert hieß. Von den Herrensitzen im Tal der Zwickauer Mulde (Wiesenburg und Stein) bis zum Schwarzwasser (Schwarzenberg) aus begann seit der Mitte des 12. Jahrhunderts die bäuerliche Besiedlung des Waldlandes. Nach der Stiftung des Klosters Klösterlein 1173 im heutigen Aue, dem das einreihige Waldhufendorf Zelle zugeordnet war, und der Gründung der Burg Wolkenstein um 1200, deren Herrschaft viele Rittergüter und Dörfer unterstanden, wurden überall im Gebirge die langgestreckten Waldhufendörfer angelegt, deren Flureinteilung noch heute zu erkennen ist.

Den bäuerlichen Siedlern folgten bald auch Bergleute, die die oberflächennahen Erze erschürften und den Hütten lieferten. So geht die früheste Erwähnung des Erlahammers auf das Jahr 1380 zurück.

Reiche Silberfunde am Ende des 15. Jahrhunderts brachten einen gewaltigen Aufschwung des Bergbaus, man sprach von "Berggeschrey" und vom "Silbersegen". Da viele Bergleute aus den anderen Landesteilen zuzogen, wuchsen die "Bergflecken" stark an, und es wurden die Bergstädte gegründet (Schneeberg 1479, Annaberg 1497 als "Neue Stadt bei dem Schreckenberg", wenig später Buchholz, Scheibenberg 1521, Oberwiesenthal 1527 u.a.). In zahlreichen Gruben wurde auch Kobalt, Nickel, Arsen, Wismut, Blei, Zinn und andere Erze "gebaut".