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Allerwärts entsteigen dem gepflegten dem gepflegten Forste die graubraunen Sandsteinkolosse; mancher von ihnen thront kahl und silhouettenhaft als schlanker Turm in der Landschaft, so im Osten der gewaltige Bloßstock und seine Zierliche Nachbarin, die Brosinnadel; andere von ihnen wieder, die trotz senkrechter Wände mit bequemen Steigangeln versehen sind, tragen Gasthäuser oder ganze Wälder auf ihren weitgedehnten Gipfelplatten, so im Westen der Lilienstein, 419 m, und der Papststein, 452 m; ja einer dieser Tafelberge, der Königstein, 360 m, an der Elbe, war bis vor wenigen Jahren deutsche Reichsfestung und weist seit sechs Jahrhunderten über dem schroffabstürzenden, nie eroberten Naturbollwerke noch einen Gürtel von zackigen mauern und Türmchen auf. Beim Anblick dieser romantischen Festung gedenken wir lachend der Tatsache, daß ihr einziger Bezwinger im Jahr 1848 der Urahn der hiesigen Kletterzunft gewesen ist. Sebastian Abratzky hieß der Tapfere und war seines Zeichens ein Schornsteinfeger. Er wollte - ganz nach moderner Erstersteiger Art - seinen Namen durchaus unsterblich machen und erfand dazu die Sandsteinkletterei. Er ging zur Nordwand des geheiligten Festungsbergs, durchkletterte barfuß nach allen Regeln der Kunst eine der Kamine und warf oben zum Entsetzen der Schildwache seine Stiefeln über die Mauer hinein. Zwar wurde er arretiert und eingesperrt, aber den Zweck hat er besser erreicht, als mancher moderne Nordwandheld. G.A. Kuhfal "Die Sächsische Schweiz als Klettergebiet" 1908
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